Rss24

Aktuelle News

Weitere Artikel Weitere Artikel Artikel suchen Artikel suchen

Marktbericht - Gewinnmitnahmen trotz Obama Effekt

De
Transparent
Lohrke am 06.11.2008, 10:46 (Gastkommentar)
News dieses Autors abonnieren News dieses Autors abonnieren

Nach Tagen des Kursaufschwungs waren an den Börsen weltweit offensichtlich wieder einmal Gewinnmitnahmen angesagt. Und, da zurzeit Maß und Ziel aus dem Auge verloren wurde, macht sich das dann auch gleich mit deutlichen Einbrüchen bemerkbar. So verlor der Dow 5,05% (9.139), der Nasdaq 5,69% (1.300) und der S&P 500 5,27% (952,75).

In Frankfurt sah es ähnlich aus, wenngleich nicht ganz so dramatisch. Der DAX verlor -2,11% (5.167), der Tec Dax 4,82% (571,84) und der CDax 2,23% (444,34).

Der Optimismus, der von der Wahl Obamas auch in Japan ausgeht, wurde von den schlechten Vorgaben von der Wall Street überschattet. Der Nikkei Index brach in den frühen Morgenstunden um -6,54% (8.899) ein und rutsche damit wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 9.000 Punkten.

 

Radar internationale Presse

Toyotas Gewinne brechen scharf ein. Die Gewinne von Toyota sind im zweiten Quartal um 69% auf 1,43 Mrd. Dollar eingebrochen. Die Umsätze sind dabei im Vergleich zum Vorjahr um 8% gefallen. Die Gewinn- und Umatzprognose wurde deutlich zurückgenommen. (WSJ)

Standpunkt: Jetzt hat es also auch die japanischen Autobauer erwischt. Offensichtlich ist die Zurückhaltung der Konsumenten extremer als gedacht. Wobei man sehen muss, dass das hauptsächlich die Amerikaner betrifft, da die Japaner die meisten Autos nach USA exportieren. Nun greift die Finanzkrise über die Automobilindustrie doch die Realindustrie ein. Die Zeiten werden härter.

Time Warner mit stagnierendem Ergebnis. Der Unterhaltungskonzern Time Warner Inc. hat seine Gewinne von 1,09 Mrd. Dollar auf jetzt 1,07 Mrd. Dollar leicht reduziert. Wobei die Umsätze ebenfalls leicht auf 11,71 Mrd. Dollar anstiegen. AOL musste im Advertising einen Umsatzrückgang von 6% hinnehmen. (WSJ)

Standpunkt: So schlecht steht Time Warner gar nicht da. Wenngleich die Zahlen nicht berauschend sind. Belastend wirkt auf das Unternehmen die nach wie vor ungelöste Frage hinsichtlich AOL: Es wird Zeit, dass hier endlich eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Bund muss 2009 mehr Schulden machen. Bundesfinanzminister Steinbrück hat mitgeteilt, dass sich wegen des Konjunkturprogramms und des Ausfalls des Börsengangs die Neuverschuldung deutlich erhöhen wird. Glos und Steinbrück verteidigten das beschlossene Programm „Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärke“. (FAZ)

Standpunkt: Jetzt ist es so gekommen, wie ich es befürchtet und geahnt habe. Statt in konjunkturell guten Zeiten zu sparen, hat man trotz der größten Steuer- und Abgabenerhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland es nicht geschafft die Neuverschuldung auf Null zu bringen. Geschweige denn einen Überschuss zu erzielen und Schulden zurückzuführen. Hier wird das ganze Versagen dieser Regierung und der großen Koalition offenbar. Man kann nur hoffen, dass sich diese Laienspielertruppe bald verabschiedet. Ob was Besseres nachkommt ist unklar. Keine guten Aussichten für Deutschland. „Amerika, Du hast es besser ….“.

Regierung bläst Bahn-Börsengang ab. Weil im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld kein erfolgreicher Teilbörsengang zu erwarten sei, wurde der Bahn-Börsengang eingestellt. In der Union wird Tiefensee als der „Patex-Minister“ bezeichnet, der an seinem Stuhl klebt, bezeichnet, weil er trotz wiederholten Versagens nicht zurücktritt. Man hört, dass er aber deshalb nicht geschasst wird, weil jeder andere kompetenter und damit unbequemer wäre“. (FAZ)

Standpunkt: Ist es nicht unglaublich? Unsere Minister werden nicht deshalb gehalten, weil sie gute Arbeit machen, sondern weil sie aufgrund ihrer Inkompetenz besser zu manipulieren sind. Wo leben wir eigentlich? Und was den Börsengang anbetrifft, so kommt die Absage viel zu spät. Der Schaden ist bereits eingetreten.

Für Anleger, die nicht von Tag zu Tag hecheln, ist es ein paradiesisches Umfeld. Das sind die Worte von Jürgen Lanzer, der für Schroders einen Aktienfonds zum Thema demografischer Wandel verwaltet und der nächstes Jahr mit 50 Einzelwerten an den Start gehen wird. Im Interview hebt er besonders die günstigen Einstiegschancen hervor. (FAZ)

Standpunkt: Lanzer hat Recht. Wer jetzt einsteigt und halbwegs vernünftige Werte heraussucht, der kann auf 2 bis 4 Jahresfrist gar nichts falsch machen. Derjenige wird Renditen im Schlaf erzielen. Nur den Mut jetzt einzusteigen, wird als Eintrittskarte verlangt.

Ihr Norbert Lohrke (Kapitalmarkttrends)

Lohrke am 06.11.2008, 10:46
Der Text ist die persönliche Meinung des Autors und spiegelt nicht zwangsläufig die Meinung von sharewise.com wieder.

sharewise in der Presse

Focus_bw Handelsblatt_bw Frankfurter_allgemeine_bw Wirtschaftswoche_bw

Weitere Artikel Weitere Artikel

Kommentare

Nytrader

06.11.2008, 11:31 (Update)

Diese "Laienspielergruppe"' ist letztlich auf die Praxis "Kohleone" zurückzuführen, der offenbar noch nie was von Eignungsprofil gehört hatte und allein aus taktischen Gründen Blockflöten aus der ehemaligen DDR aufspielen ließ.


Krause, Nolte, Merkel, Tiefensee, und noch viele andere, welchen die Notenblätter für die kapitalistische Musik fehlten.


Schade, dass es mir nicht gelingt, den Halslosen von der Deutschen Bahn unter mein Vorurteil einzuordnen.

Nytrader

06.11.2008, 13:25 

Gott sei Dank ließ sich der Schreiber nicht dazu hinreißen, seine Gabe der Antizipation unter Beweis zu stellen und eine Antwort auf der schwachsinnigste aller schwachsinnigen Fragen zu versuchen, welche offenbar den Bundemichel bewegt: "Wird Obama die Welt retten?".


Das macht heute Abend maybrit illner

Um Kommentare schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.