GM Chef Rick Wagoner muss zurücktreten - aber was ist mit den CEOs der Banken?

SharewiseNews am 30.03.2009, 20:00
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CNNMoney.com berichtete gestern über den erzwungenen Rücktritt von GM CEO Rick Wagoner und stellte in diesem Zusammenhang eine unseres Erachtens hochinteressante Frage: Warum ist die Politik gegenüber den Autokonzernen viel härter als gegenüber den Banken? Nur mal zum Vergleich: Die "Big Three", also die drei großen Autobauer aus Detroit, Chrysler, Ford und General Motors haben insgesamt bisher noch keine 20 Mrd. US$ an Staatshilfen bekommen und selbst wenn man in Washington alle deren Wünsche erfüllt hätte, wären es insgesamt wohl noch keine 50 Mrd. US$ gewesen. Der angeschlagene Versicherungsriese AIG hingegen hat bisher alleine schon 180 Mrd. US$ erhalten, das Bankenrettungspaket umfasst mehr als 700 Mrd. US$ und die Bank of America oder die Citigroup bekamen erst Anfang des Jahres je 45 Mrd. US$.

Ferner wurde weder Bank of America CEO Kenneth Lewis noch Citigroup CEO Vikram Pandit von der Regierung zum Rücktritt gezwungen? Nicht zu Unrecht stellt sich daher die Frage, warum man hier in Washington mit zweierlei Maß misst und die Antwort ist so einfach wie traurig: Der Finanzsektor ist weltweit, aber ganz besonders in den USA, heute viel wichtiger als die eher rückläufige produzierende Industrie! Die Frage, die sich dabei stellt, ist jedoch folgende: Wie wird die Welt in Zukunft aussehen? Denn die westlichen Industrienationen, die sich immer mehr und mehr weg von einer Industriegesellschaft und hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft entwickelt haben, leben heute davon, dass in vielen aufstrebenden Ländern, ganz besonders in Asien, die Produkte produziert werden, die man dann dort ohne groß nachzudenken "verkonsumiert".

Doch bei diesem Prozess wurden im Westen viel zu viele Schulden angehäuft, die letztendlich fast zu einem Crash des gesamten Finanzsystem geführt haben. Daher mussten die Staaten, ob das nun die USA, Deutschland, Frankreich oder wie sie alle heißen, am Ende einspringen um ihre Banken und damit das Weltfinanzsystem vor dem totalen Kollaps zu bewahren. Ganz anders hingegen die asiatischen Banken, die alles in allem sehr gut dastehen und denen daher "Gurus" wie "Dr. Doom" Marc Faber eine "goldene" Zukunft prophezeien. Die Frage, die sich dabei stellt lautet allerdings: Wird man in Asien aus den Fehlern des Westens lernen? Oder sich in absehbarer Zeit und geblendet vom Wohlstand in eine ähnliche Situation bringen? Diese Frage, die sich langfristig stellt, braucht man kurzfristig bis mittelfristig jedoch noch nicht abschließend zu beantworten, denn klar ist erstmal eines: Im Westen wird die "Finanzindustrie" in Zukunft deutlich an Bedeutung verlieren (müssen) und im Gegenzug die produzierende Industrie wohl wieder an Bedeutung gewinnen (müssen).

Und vor diesem Hintergrund erklärt sich dann auch, warum die Obama Administration GM Chef Wagoner zum Rücktritt zwang und die Banken CEOs am Ruder bleiben dürfen. General Motors und Co. sind nämlich in Zukunft wohl wichtiger als die Banken und wichtige Unternehmen sollten von fähigen Managern geführt werden. Und dies war GM CEO Rick Wagoner, der übrigens auch eher aus dem Finanzsektor stammte und kein Autoliebhaber war und ist, wie die letzten Jahre zweifellos belegt haben, leider nicht!

Laut sharewise.com wird die GENERAL MOTORS Aktie sehr unterschiedlich eingeschätzt. Aktuell gibt es 26 GENERAL MOTORS Empfehlungen von Mitgliedern mit einem durchschnittlichen Kursziel von 2,97 € (ca. 3,92 US$). Davon sind 14 Kaufempfehlungen und 12 Verkaufsempfehlungen. Bei den Analysten sieht die Lage hingegen eindeutiger aus. Insgesamt gibt es hier 2 GENERAL MOTORS Empfehlungen mit einem durchschnittlichen Kursziel von 0,35 US$ (ca. 0,27 €). Beide Empfehlungen sind dabei Verkaufsempfehlungen.

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26 Mitglieder Ø ca. 3,92 US$ (2,97 €) 14 - 12
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SharewiseNews am 30.03.2009, 20:00

Die Aktie MOTORS LIQUIDATION COMPANY notiert in Frankfurt derzeit bei 0,033 €.

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